Vertrauter Dialog: Convergys erwirbt Callcenter-Sparte mit Gowling, Menold und CHSH

July 18, 2016
Juve

Die Osnabrücker Unternehmensgruppe buw hat ihre Callcenter-Sparte verkauft. Käufer ist der US-Konzern Convergys, der auch die rund 6.000 Mitarbeiter in Deutschland, Rumänien und Ungarn übernimmt. Der Kaufpreis liegt insgesamt bei 123 Millionen Euro. Die Kartellbehörden müssen die Transaktion noch freigeben.

Die buw Gruppe wurde 1993 von den damaligen BWL-Studenten Jens Bormann und Karsten Wulf gegründet. Von 15 europäischen Standorten aus managen sie mittlerweile Kundenbeziehungen, Serviceanfragen und technische Beratungen.

Der Outsourcing- und Dialogdienstleister Convergys, mit Sitz in Cincinnati, Ohio, beschäftigt rund 130.000 Angestellte und hat angekündigt, über den Sommer 12.000 weitere Mitarbeiter für CallCenter in den USA und Kanada einstellen zu wollen. Das Unternehmen ist an der New Yorker Börse notiert.

Berater Convergy
Gowling WLG (Stuttgart): Dr. Andreas Wölfle (Federführung), Greg Dunn (Birmingham; beide Corporate /M&A), Manuela Finger (IP); Associates: Joerg Khoeber,  Stefanie Fuchs, Katharina Weimer, Dr. Thomas Farkas (alle IP/IT und Handelsrecht)

Menold Bezler (Stuttgart): Jost Rudersdorf (Corporate/M&A), Dr. Stefan Messmer (Wettbewerbsrecht); Associate: Valerie Gundlach (Corporate/M&A), Dr. Jochen Bernhard (Wettbewerbsrecht), Dr. Frieder Werner (Arbeitsrecht), Steffen Follner (Finanzrecht), Dr. Alexandra Kierner (Restrukturierung)
CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (Wien): Dr. Albert Birkner (Corporate/M&A), Mirela Nathanzon (Bukarest), Andrea Presser (Budapest; beide Gesellschaftsrecht); Associates: Maximilian Mayer (Corporate/M&A), Sebastian Bolda, Zizi Popa (beide Bukarest), György Bálint, Péter Szajlai (beide Budapest)
Frost Brown Todd (Lexington): Jeffrey  Hallos (M&A), Kai Bitter; Associate: Kirby Fland (beide Corporate) – aus dem Markt bekannt

Berater buw-Gesellschafter
Taylor Wessing (Hamburg): Dr. Mark Hoenike (Federführung), Philipp Hoflehner (Wien; beide Corporate/M&A), Marc Müller (Arbeitsrecht), Dr. Marco Hartmann-Rüppel (Kartellrecht), Dr. Tobias Schelinski (IP/IT), Dr. Bert Kimpel (Steuerrecht; Düsseldorf), Associates: Jonas Warnken (Arbeitsrecht), Konstantin Schrader (Kartellrecht), Dr. Stephan von Marschall (Handelsrecht)

Hintergrund: Gowling-Partner Wölfle, der die Transaktion steuerte, hatte Convergy schon zu Zeiten beraten, als er noch für Menold Bezler tätig war. Die dortigen Juristen, die er für unterschiedliche Aspekte in die Transaktion einbezogen hatte, waren daher mit der Mandantin aus dem Mittleren Westen ebenfalls schon seit Jahren vertraut. Mit von der Partie war auch IP-Rechtlerin Finger, die erst jüngst als Partnerin von King & Wood Mallesons zu Gowling WLG kam.

Mit CHSH, die im Hinblick auf die osteuropäischen Jurisdiktionen involviert war, hatte Wölfle in den vergangenen 15 Jahren auch schon mehrfach zusammengearbeitet. Das Wiener Team um den Transaktionsexperten Birkner stimmte sich eng mit den Partnerinnen in Ungarn und Rumänien ab, die die dortige Due Dilligence betreuten.

Die US-Kanzlei Frist Brown Todd ist regelmäßig für Convergys im US-Heimatmarkt tätig. Mit rund 500 Juristen ist sie eine der größeren Einheiten im Mittleren Westen. Teil des Teams dort war auch Kai Bitter, der zuvor bei Baker & McKenzie sowie Freshfields Bruckhaus Deringer in Düsseldorf tätig war, bevor er im  Sommer 2007 in die USA ging.

Taylor Wessing hat sich im Frühjahr beim Osnabrücker Unternehmen buw in einem Pitch durchgesetzt, zu dem es über eine Empfehlung der Corporate Finance Beraterin CatCap kam. Der Hamburger Partner Hoenike war vormals Aufsichtsratsmitglied des Outsourcing-Dienstleisters Teleperformance und ist daher mit dem Callcenter-Geschäft vertraut. (Sonja Behrens)

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